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Central-Kabarett
KABARETT
Central-Kabarett
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WochentagDatumEinlassBeginnPreisStatusTickets kaufen
Sonntag 28.03.21 14:00 Uhr 15:00 Uhr 22,90 EUR
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Sonntag • 28.03.21 • 14:00 Uhr
Preis pro Ticket: 22,90 EUR
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  Informationen zur Veranstaltung
Geheilt, aber nicht gerettet. So lautet die Diagnose der Herren Humorologen am Ende des Stücks „Die fabelhafte Welt der Pandemie: Nicht ohne meinen Mundschutz“ im Leipziger Central-Kabarett. Je ausgelassener die Zuschauer, umso weiter ist die Heilung vorangeschritten. Erfasst wird die Stimmung nach jeder Szene.

Da sitzt etwa Covid-19 im roten T-Shirt und mit Pralinenschachtel an der Bushaltestelle. Er denkt darüber nach, was er alles schon bewirkt hat. Da klemmt ein Lehrer in Unterhose und mit einem Klassenbuch voller Rotweinflecken vor dem Laptop. Und versucht die Schüler zu erreichen, die nicht im Funkloch wohnen. Da diskutieren ein Experte, ein Journalist und ein Politiker in einer Talkshow, ob und wie lange der Leipziger Zoo wegen Tigerbefalls geschlossen bleiben muss. Oder handelt es sich doch nur um eine große Katze?


Kurzweilige Szenen
Es sind kurzweilige, dicht aneinander gereihte Szenen, die hier für einen lockeren Abend sorgen, stets ausgerichtet auf ein Ziel: Heilung. Vor allem greifen die Sketche Gedanken auf, die jeder kennt. Schmunzelnd, lachend und schenkelklopfend lässt das Publikum die eigenen Emotionen während der Pandemie an sich vorüberziehen.

Innerhalb von drei Wochen haben die Künstler André Bautzmann, Robert Günschmann, Jan Mareck und Martin Joost vor ihrer Bühnenrückkehr Ende Mai das Stück in der Regie von Tom Bailey erarbeitet. Als Ersatz für ein bereits bühnenreifes Programm namens „Die fabelhafte Welt der Amnesie“, dessen Aufführung das Coronavirus verhinderte.


Kabarettist hatte Virus
Günschmann übrigens hat das Virus inklusive vierwöchiger Quarantäne mit der Familie gut überstanden. Solche sehr persönlichen Erfahrungen prägen das Stück. Zwischen den Zeilen bringen die Kabarettisten die Momente unter, die das Herz zittern lassen. Etwa, wenn sie im Fußballstadion den Kampf der Freiheit gegen die Sicherheit kommentieren. Und wenn die Stimme der Stille die letzte ist, die Oma hört.

Auf diese ernsten Momente folgt der nächste aufheiternde Satz, der die Beklemmung auflöst. Der gleiche Spagat steckt in der eingängigen Musik von Mareck und Joost, die das Stück zusammenhält. Auf die Melodie von Bonnie Tylers „Holding Out For A Hero“ wird um einen Impfstoff gefleht und zu Simon and Garfunkels „Sound Of Silence“ die Stille als alter Freund begrüßt.

Umso befreiender wirken die Augenblicke, in denen das Lachen versehentlich aus den Spielenden selbst herausbricht. Es bleibt die Frage: Was spielen wir alle während dieser Pandemie? Jedenfalls ist der Saal wie elektrisiert: Da stehen wieder Menschen auf der Bühne, man amüsiert sich gemeinsam. Und ist froh, etwas zu lachen zu haben. Von Nadja Häse






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